Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Leonberg

Geschichte des Freundeskreis Leonberg


 

1970

Am 15. Juni wurde der Freundeskreis durch Günter Brombach gegründet. Er war der erste Leiter dieser neuen Einrichtung in Leonberg. Die Gründung dieses Kreises geschah auf Anregung von Herrn Dr. Rieth, dem damaligen Leiter der Suchtfachkliniken Ringgenhof und Höchsten. Es waren zu der Zeit bereits Freundeskreise in Stuttgart, Ludwigsburg und Böblingen angedacht bzw. bereits existent und da bot sich Leonberg als weiterer Standort an. 4 Personen trafen sich in Räumlichkeiten der Blosenbergkirche in Leonberg zu regelmäßigen Gesprächen. Es waren ehemalige Patienten der Kliniken Ringgenhof und Höchsten, die dort eine Therapie zur Aufarbeitung ihrer Alkoholerkrankung durchlaufen hatten und nun gemeinsam versuchten ihre Abstinenz im Alltag zu leben..


1971       Es sprach sich herum - 15 Freunde zählte der Freundeskreis bereits in diesem Jahr - die Gesprächsgruppe wuchs, Betroffene und deren Angehörige treffen sich seither 14-tägig
1980        Das Angebot wurde um eine zusätzliche Gruppe erweitert. Jetzt traf sich jeden Donnerstag eine Selbsthilfegruppe zum 'Informations- und Motivationsaustausch' - ein Gesprächskreis bestehend aus abstinent lebenden und noch sogenannten 'nassen' alkoholabhängigen Menschen. Diese Gruppe trifft sich bis zum heutigen Tag regelmäßig, wöchentlich in Räumen des 'Hauses der Begegnung' in Leonberg.
1989       Die Problematik der Angehörigen von Suchterkrankten geraten in diesen Jahren verstärkt in den Fokus der Suchtarbeit. Ein lange von allen Seiten vernachlässigtes Thema bekam plötzlich Priorität. Auch im Freundeskreis Leonberg wurde reagiert und es formierte sich eine Gesprächs-Gruppe speziell für Angehörige, die sich ab diesem Jahr regelmäßig 14-tägig mittwochs im 'Haus der Begegnung' in Leonberg zusammenfindet.
1994    Frauen haben andere Lebensgeschichten und andere Konsummuster. Die Entwicklung ihrer Sucht verläuft anders als bei Männern.
Um betroffenen Frauen hier einen eigenen, geschützten Rahmen zu geben, wurde das Angebot um eine Gesprächsgruppe 'Betroffene Frauen im Freundeskreis Leonberg' erweitert. Diese Gruppe trifft sich wöchentlich im 'Haus der Begegnung'.
1995    am 24. Sept. 1995 wurde im Kreise vieler Gäste und ehemaligen Freunde ein großes Fest anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums gefeiert

1996    

unter dem Dach des Freundeskreises Leonberg trafen sich ab Mai 96 wöchentl. abstinent lebende betroffene Männer und Frauen im 'Haus der Begegnung' in Leonberg, um ebenfalls bedarfsorientiert ihre Problematik in Gesprächen anzugehen.


2010  am Sonntag, den 1. Aug. 2010 blicken wir auf 40 Jahre Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe in Leonberg zurück. Im Rahmen des alljährlich stattfindenden Sommerfestes wird gefeiert mit zahlreichen Gästen und ehemaligen Freunden. Wir beginnen mit einem Ökumenischen Gottesdienst, gehalten von Dekan Vögele und Pfr. Dr. Rollny. Danach bleibt bei guter Verpflegung viel Zeit für schöne Begegnungen und gute Gespräche.

Ein bisschen Statistik
durch eigene Hochrechnung ermittelt

Wir haben in 40 Jahren ca.
  • 4.500 Gruppensitzungen mit einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 1 ½ Stunden durchgeführt.
  • 1.200 - 1.500 unterschiedliche Teilnehmer / Schicksale begleitet
  • 120 gesellige Veranstaltungen - zum Erwerb neuer sozialer Kompetenz nach jahrelanger Isolation
 
 

Wir bedanken uns

für 40 Jahre Unterstützung und Zusammenarbeit bei...

 

  • der Diakonie im Landkreis Böblingen, insbesondere der / den Beratungsstellen in Leonberg
  • dem Verein für Jugendhilfe
  • der Evang. Gesamtkirchengemeinde in Leonberg
  • der Blosenbergkirchengemeinde Leonberg
  • dem Gesundheitsamt Böblingen


...und bei den Vielen, die uns auf mannigfaltige Weise unterstützt haben